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Finde das (lebende) Känguru

Länger schon ists her, dass wir das letzte Mal einen Blog geschrieben haben. Aber Australien machts uns nicht wirklich leicht. Denn das Gerücht, dass es hier nirgends Internet gibt stimmt. Selbst wenn man fürs Internet zahlt, ist es extrem schlecht. Insofern ist Österreich Australien 10 Jahre voraus. Das war jetzt die Einleitung und die Entschuldigung für fehlende Fotos.

Outer Great Barrier Reef
Roadfeeling am Highway Nr. 1
Roadtrain
Library of Charters Towers
Miners Cottage - Charters Towers
Stadtbild von Charters Towers
Küste von Bowen
Horshoe Bay - Bowen
Im Dschungel von Kuranda
Tschak!
Whithaven Bay - Whitsunday Island
Whitehaven Strand - Whitsunday Island

Nach dem Great Barrier Reef und einer Woche in der Umgebung von Port Douglas und dem Daintree Forest, haben wir es endlich südlicher geschafft. Nächstes Ziel war Townsville und die alte Goldgräberstadt Charters Towers. Nach einer Nacht auf einem gratis Rastplatz und einer spannenden Unterhaltung mit belgischen Windsurfern, die in Australien leben, sind wir im Golddorf angekommen. Am Weg dorthin wurde unsere Vermutung, dass hier kaum Kängurus gibt, wiedermal traurig widerlegt. Denn auf dem Bruce Highway lagen alle 50m (!) tote Vieher. Im Gegensatz zu Österreich werden hier tote Straßentieropfer nicht weggeführt und man kann den ganzen Verwesungsprozess verfolgen. Sehr schiarch.

Einen kurzen Zwischenstopp legten wir bei dem Wallaman Watterfall – dem größten australischen Wasserfall  – ein. Leider führte er aufgrund der Trockenzeit sehr wenig Wasser, aber dennoch konnte man sich gut vorstellen wie er zu Bestzeiten die Schlucht hinunter donnert. Am Parkplatz hatte wir unsere erste Begegnung mit einer australischen Schlange, als ich fast versehentlich auf sie rauf getreten bin. Ich will jetzt nicht näher darauf eingehen, aber es war ein Taipan. Wer will kann gerne nachlesen, was da so passiert, wenn man von der gebissen wird =)

In Charters Towers haben wir uns für die billigste Attraktion „Goldminers Cottage“ entschieden. Das alte Museums-Häuschen wird von einem älteren Professor geleitet,der eine Mischung aus Crocodile Dundee und einem alten Geschichtsprofessor darstellt. Musikalisch untermalt wird der Hausrundgang von einem akkordionsspielenden alten Australier. Sehr harmonisch. Wenn man dann noch um 5 AUD Gold wäscht kann man den Goldrausch richtig fühlen. Und wenn man so wie wir auch noch tatsächlich Gold findet, hat einen das Fieber gepackt.

Die nächste Nacht mussten wir leider unfreiwillig in Townsville verbringen, da unser Van nicht mehr weiter wollte. Anscheinend wollte er keine toten Tiere mehr sehen – kann man auch irgendwie verstehen.

Die Straße führte uns am nächsten Tag nach Bowen. Ein fast unentdecktes kleines nettes Strandörtchen mit gratis Schnorchelmöglichkeiten und wunderschönen Stränden ohne Krokodile. Wir schliefen an einem Campingplatz der direkt bei der Horshoe Bay war und so mussten wir am nächsten Tag nicht weit gehen, um hier das Riff zu erkunden. Am Strand trafen wir dann auf Annika und Andi. Zwei wiedermal sehr sympathische Österreicher. Es zeigt sich, dass Österreicher zwar nicht wirklich in Asien zu finden sind, aber am anderen Ende der Welt, dann doch mal auftauchen.

Gestern Abend ging es dann weiter Richtung Süden. Gelandet sind wir in Airlie Beach, einem Ort der alles andere als ruhig ist. Denn anscheinend ist hier die Backpacker Hochburg. Die Hochburg der saufwütigen und anscheinend gut betuchten Reisenden, denn sonst könnten sie sich nicht die unzähligen Biere um ca. 7 AUD leisten. Nach eienr erstaunlich ruhigen Nacht auf einem der Backpackercampingplätze, ging es heute früh morgens los – an den schönsten Strand, den wir bis jetzt gesehen haben.

Wir hatten eine Tour zu den Whitsunday Islands gebucht (138 AUD/Student). Der erste Bootsstop führte uns ans innere Great Barrier Reef und damit zu einem Schnorchelspot – sehr schön – aber nicht unbedingt nötig. Nach einem halbwegs leckeren Mittagessen, stiegen wir auf einen Aussichtspunkt hinauf. Und da war es dann – das WOW-Erlebnis. Wir hatten einen wunderschönen Ausblick über den Whitehaven Beach, den weißesten Sandstrand der Welt. Durch Flut und Ebbe ändert er nahezu täglich seine Form, die von Sandbänken geprägt ist. Im türkisblauen Wasser sind einige dunkle Flecken zu erkennen, die sich bei genauerer Betrachtung als spielende Stingrays zu erkennen gaben.

Die sind teilweise so zutraulich, dass sie nahezu direkt an einem vorbei schwimmen, wenn man einfach nur ruhig im Wasser steht und sein Glück kaum fassen kann. So hatten wir einen der schönsten und besten Tage dieser Reise, an einem der wahrscheinlich schönsten Flecken dieser Welt.

Die, die aus dem Dschungel kamen

Eigentlich hatten wir uns von den Cameron Highlands eine Hügellandschaft, die von Teeplantagen überzogen ist und von britische Cottagehäuschen geschmückt wird, erwartet. Diesen Eindruck bekommt man nämlich wenn man Fotos von den Highlands ansieht. Ganz so idyllisch war es zunächst nicht. Tanah Rata (der Hauptausgangspunkt für Touristen) war nicht gerade ein hübscher Ort. Wenn man sich ein wenig umsieht entdeckt man diese typischen britischen Landhäuser, aber das Dorfbild im Allgemeinen ist nicht sehr hübsch.

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