Wie die Zeit im Alltag zerrinnt und man unbedingt Zeit fürs Heimkommen haben sollte

Mittlerweile sind wir schon seit mehr als 3 Monaten zurück und ich muss sagen, die Zeit im Alltag vergeht doppelt so schnell wie auf der Reise. Auf der Reise war jeder Tag so intensiv und man hat einfach jede einzelne Minute voll und ganz genossen und das Leben nur so in sich aufgesaugt. Wirklich oft haben wir nicht voraus gedacht – also mehrere Tage wenn nicht sogar Monate vorausgeplant. Eigentlich fast nie.

Wieder zuhause, ist das ganz anders. Ich überlege mir jetzt schon was ich im Sommer machen könnte, überlege mir was ich im Herbst gerne im Garten ernten würde und deshalb schon nächstes Wochenende pflanzen sollte. Eigentlich plant man die ganze Zeit voraus und nebenbei verfliegt die Zeit.

Also ich kann nur allen sagen, die gerade auf einer Reise sind – genießt es.

Unsere über 12.000 Fotos sind leider noch immer nahezu unbearbeitet. Wir haben es zwar mittlerweile geschafft, 3 Fotobücher von Asien anzufertigen, aber die Fotos von Australien und Neuseeland sind noch gänzlich unsortiert. Ganz geschweige denn, von den ganzen Erinnerungs-Rechnungen, Zettelchen, Visitenkarten und Stadtplänen, die noch alle in ein tolles Erinnerungsalbum geklebt werden wollen. Die liegen unberührt seit Dezember in einem großen Sack und hoffen, dass ich mich noch an sie alle erinnern kann und sie zuordnen kann.

Wir sind ja zu Weihnachten heimgekommen – taktisch sehr unklug. Es war zwar wirklich sehr schön gleich die ganze Familie und alle Freunde auf einmal zu sehen .. aber wirklich viel Zeit hat man nicht. Zwei Wochen später – oder eigentlich 11 Tage später hat auch schon die Arbeit angefangen. Und dann wars sowieso aus mit Reisegedanken-ordnen. Man sollte also je nach Länge der Reise mindestens 3-5 Wochen Ankommensphase planen. Also das ist jetzt mein Gefühl. Wenn man schon öfter weg gewesen ist, wird’s wahrscheinlich leichter.

Aber gerade wenn man es so macht wie wir – nach dem Studium weg und dann nach der Reise arbeiten – sollte vielleicht mehr Ankommenszeit dazwischen liegen. Einfach um alle Gedanken zu ordnen, um wieder in den Alltag zu finden, um Erinnerungsstücke zu sortieren und nicht zu schnell wieder auf die Reise zu vergessen.

Weil mir ist zwar natürlich bewusst, dass wir diese unglaubliche Erfahrung dieser Reise gemacht haben – aber irgendwie ist sie schon so im Hintergrund, das ich mir gar nicht sicher bin ob ich auch wirklich weg war. Das klingt jetzt ein bisschen verwirrt oder? Auf jeden Fall hab ich jetzt im Nachhinein das Gefühl, als wären wir nur für 3 Wochen oder so weg gewesen und nicht für ein paar Monate.

Aber das größte Problem – wir haben die Lust am Reisen entdeckt ! Und zwar nicht die Lust am Urlaub – das natürlich auch – sondern die Lust neue Menschen, neue Lebensansichten, neue Gerüche, neue Ideen und neue Kulturen kennen zu lernen. Das ist wirklich ein Problem. Weil wie soll man denn das in ein „normales“ Leben einbauen? Das wird sich dann in den nächsten Jahren zeigen. Und da wären wir wieder beim Vorausplanen – aber das ist ja das Reise-Planen und das ist jedenfalls voll genützte Zeit.

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